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Herzlich willkommen!

Die Weinbaugemeinde Gimbsheim in Rheinhessen ist das Zuhause unserer Kirchengemeinde. Doch Heimat muss nicht unbedingt ein geographischer Ort sein. Vielmehr geben uns die Menschen um uns herum ein Heimatgefühl. Wir sind verwurzelt und geborgen in den Beziehungen zu anderen - auch wenn aufgrund der Pandemie diese Beziehungen momentan in körperlichem Abstand gelebt werden müssen.

Wir laden Sie ein, unser "Zuhause" - also die Orte und Menschen - auf diesen Seiten kennen zu lernen.

 

„Du stehst unter meinem Schutz und findest Zuflucht unter meinen Flügeln, ich bin deine Zuversicht und deine Burg, auf mich kannst du hoffen!"                                      Psalm 91


Ökumenische Gedanken der Kirchengemeinden Gimbsheim zur Corona-Pandemie

10. Mai 2020

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Schwestern und Brüder!

Die Zeit von Corona konfrontiert mit einer Vielzahl von Bildern. Viele dunkle sind dabei: Von Patienten auf der Intensivstation; von Erwerbstätigen, die um ihr täglich Brot bangen; von Menschen in Afrika, denen mit der Pandemie eine Hungerkatastrophe droht. Auch der Alltag konfrontiert mit dunklen Bildern, bedrückenden Erfahrungen. Die Verwandte im Heim, die seit Wochen auf die Angehörigen wartet. Die Sorge beim Einkauf – ist mir da nicht einer zu nahe gekommen? Oder die Trauerfeier, im Freien natürlich, dann beginnt´s auch noch zu regnen – als ob´s für die Angehörigen nicht düster genug wäre, nur im engsten Kreis Abschied zu nehmen.

Ja, viele dunkle Bilder – und zugleich gibt es auch wohltuende Momente. Ein „bleib gesund!“, nicht eben so daher gesagt ist; sondern ein Wunsch, der aus tiefem Herzen kommt. Ein lieber Gruß per Post. Andere kleine Schätze des Alltags - auf einmal nehm´ ich sie bewusst war. Oder auch das Trauergespräch mit den Angehörigen; nur telefonisch war´s möglich, und doch war da eine ganz eigene Intensität. Ja – in dieser Zeit der buchstäblichen Distanz ist in anderer Weise viel Nähe zu spüren. Das soll natürlich nicht das Leid und die Not so vieler relativieren. Aber diese helleren Bilder geben Mut. Und, hoffentlich, Geduld. Nämlich dazu, angesichts erster Lockerungen nicht vorschnell auf weitere zu drängen. Sondern sich weiter so zu begegnen, wie es für andere wie für sich selbst aktuell geboten ist: Auf das Nötigste reduziert und mit entsprechendem Abstand. Und das wird auch gelten, wenn demnächst wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden. Gottesdienste, die anders aussehen, mit anderen Bildern und Erfahrungen verknüpft sind, als wir es bisher kennen. Kein freundliches Händeschütteln, erst recht keine Umarmung, wenn ich einem guten Bekannten begegne. Keine Lieder, die wir gemeinsam anstimmen; und auf jedem Gesicht eine Maske. Mit Zwei-Meter-Abstand sitzen die Menschen in der Kirchenbank.

Und so sehr einen in anderen Zeiten eine volle Kirche freuen würde – für die nähere Zukunft darf´s nur ein beschränkter Kreis sein, der sich hier versammelt. Ja, wie die Maskenträger vor dem Supermarktregal und die Desinfektionsspender an der Ladentür sind das neue Bilder. Für viele befremdlich, vielleicht auch bedrückend; auf jeden Fall ungewohnt, fremd. Eins aber bleibt – auch bei diesem anderen Bild von Kirche und Gottesdienstgemeinschaft – gleich; ist nicht bedrückend, sondern gibt Halt. Nämliche die Zusage, dass der Sohn Gottes mit seiner Liebe nahe bleibt: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebr 13,8).

Passen Sie gut auf sich und auf andere auf! Bleiben Sie in Gottes Hand geborgen!

Ihre Pfarrerin Tina Groß und Ihr Pfarrer Victor Solomon

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